ANTOINETTE - Signet 100-Frauen
ANTOINETTE - Signet 100-Frauen

Hintergrund

In vielen Ländern Europas wird in den nächsten Jahren das 100 jährige Jubiläum des allgemeinen Wahlrechtes und damit des Wahlrechtes für Frauen gefeiert. Was hat sich in dieser Zeit verändert? Wo wurden Fortschritte erzielt? Wo gibt es noch viel zu tun? Welchen Beitrag haben Frauen zur gesellschaftlichen Entwicklung geleistet? Frauen spielen eine weitaus größere Rolle bei Veränderungsprozessen als es in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.

Jede einzelne Frau, jede einzelne Lebensgeschichte ist wichtig. Jede dieser Geschichten ist die Basis für gesellschaftliche Zukunft. Jeder Lebensweg drückt das Ringen um Selbstrealisierung, um Macht, um Ansehen und Selbstachtung aus. Europa ist die Frau, nach der unser Kontinent benannt wurde. Eine wunderbare Möglichkeit der Orientierung an dieser Fülle von Vorbildern. Dies schafft Identifikation mit einem Europa, das weibliche Eigenschaften zeigt: liebend, tolerant, teilend, sorgend, uneigennützig, großzügig, vielseitig, gerecht, human, naturverbunden, schützend, bewahrend, kreativ, schön, unterstützend, integrativ und noch so vieles mehr.

Jenseits der Diskussion um Quoten und gerechter Chancenverteilung geht es darum, zu zeigen wie selbstverständlich Frauen ihre Möglichkeiten und Verantwortungen wahrnehmen und mit Leben erfüllen. Die Botschaft des Handelns und nicht des Wartens auf die passenden Rahmenbedingungen könnte ausgesandt werden.

Die Anfänge dieses Projektes finden sich 1999, als die Malerin ANTOINETTE, nach längerem Aufenthalt in Dresden, wieder nach Berlin zurückkehrte. Nach Jahren der malerischen Beschäftigung mit dem Thema „Europa“ suchte sie nach dem konkreten Gesicht dieser mythologischen Herrscherin. Ein Jahrtausend war im Begriff zu Ende zu gehen. Berlin stand an einem Wendepunkt. Die Stadt war auf dem Wege, von einem geteilten Provisorium zu einer europäischen Metropole zu werden. In dieser Zeit des Wandels war es leicht, Menschen aller gesellschaftlichen Positionen anzusprechen, sie für ein malerisches Projekt zu werben, und so als Künstlerin teilzuhaben an diesem Wunder des gegenseitigen Wahrnehmens. ANTOINETTE schuf ihr einzigartiges Ausstellungsprojekt „Berliner Sittengemälde“, welches mit seinen 180 eindrucksvollen, lebensgroßen Portraits von Menschen aller Schichten und Altersgruppen innerhalb kürzester Zeit 20.000 Besucher anzog und über den ganzen Sommer 2003 hin große Aufmerksamkeit in Berlin erfuhr. Ausstellungen in New York und in Washington D.C. folgten.

Nun ist die Geschichte vorangeschritten und es ist an der Zeit, den bedeutenden Frauen, welche in diesen Jahren des Wandels Verantwortung übernommen haben, die bewegt und gestaltet haben, mit ihren Portraits ein die Zeit überdauerndes Gesicht zu geben. Der Zeitraum emanzipierten Miteinanders ist noch kurz und der öffentliche Spielraum noch immer nicht groß genug für die Selbstverwirklichung aller Frauen. Die Gesichter und das Werk dieser Frauen zu dokumentieren und über die Zeiten hinweg erlebbar zu machen, ist das Hauptanliegen dieser neuen Serie von lebensgroßen Portraits.

ANTOINETTE empfindet die Gesichter ihrer Modelle als Landschaften, in denen sich soziale Interaktionen widerspiegeln. Sie hat ein hohes handwerkliches Können entwickelt, weil sie seit Jahren hunderte von Portraits hergestellt hat und sie ist eine sehr intensive Beobachterin, die sehr viel Behutsamkeit und Intensität entwickelt. Bewusst setzt sie auf die Möglichkeit der Pastell-Zeichnung, der Malerei und führt gerade dadurch eine jahrhundertealte Tradition fort. Die europäische Portraitkunst hat seit dem Mittelalter und dann vor allem ab der Renaissance das aufkommende Selbstbewusstsein emanzipierter Bürger repräsentiert und bildlich gemacht. Diese Bilder, von Cranach, Dürer, Botticelli, Breughel, von Piero della Francesca, über Goya zu Picasso bis hin zu Dix, Beckmann, Lucien Freud u.v.a.m. sind eng verbunden mit dem europäischen Selbstverständnis, sind tief eingeprägt in die kollektive Bilderwelt unseres Bewusstseins. Die Bürger haben zu ihren Ahnen durch Portraits, die viel mehr sind als fotografische Abbildung, eine Brücke schlagen können, sie konnten durch das Betrachten fühlen, was sonst nur eine Geschichte der nackten Fakten und überlieferten Daten wäre.

Traditionen aufzugreifen, sie weiter zu entwickeln und in neue gesellschaftliche Zusammenhänge und damit Herausforderungen einzubinden, das erscheint ANTOINETTE als ihre derzeit größte Herausforderung. Bereits jetzt, wo eine große Anzahl dieser Portraits angefertigt ist, wird sichtbar, wie stark jedes einzelne Element (jedes einzelne Portrait) seine Wirkung entfaltet.

Dieses Abbild in Form dieses umfangreichen Kunstwerkes, wird zum 100 jährigen Jubiläum des Wahlrechts der Frauen ein Geschenk für uns alle sein.

Die Ausstellungstournee „100 Jahre – 100 Frauen“

Das Projekt wurde von der Malerin ANTOINETTE im Herbst 2014 initiiert. In vielen europäischen Staaten stehen in den nächsten Jahren Jubiläen des Wahlrechtes für Frauen an. ANTOINETTE zeigt mit der Anfertigung von 100 lebensgroßen Portraits von Frauen aus ganz Europa, die mit Ihrem Leben und Wirken unsere Gesellschaft gestaltet haben, welche Veränderungen zum Thema Gleichstellung es seit dieser Zeit gegeben hat.
Frauen, die etwas bewegt haben, die Neues in die Welt gesetzt und Altes zeitgerecht verändert haben, Frauen die Macht und Einfluss erworben und dies zum Wohle von Frauen und zum Wohle der gesamten Gesellschaft eingesetzt haben, sollen mit einer Ausstellungstournee ihrer Portraits geehrt, gewürdigt und der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Die ersten Ausstellungen der Portraits wird es 2018 anlässlich des 100 jährigen Jubiläums des Wahlrechtes für Frauen in Deutschland, Österreich und Tschechien geben. Mehr als 50 Portraits sind bereits fertig.
Ab 2019 werden die Portraits dann auf Tournee gehen und in Frankreich,
den Niederlanden, Italien und Griechenland zu sehen sein.
Die Malerin ANTOINETTE widmet sich in ihrer Arbeit den Portraits europäischer Frauen. Es entsteht eine „Ahninnengalerie“ europäischer Frauen, die emanzipiert Gesellschaft gestalten, Verantwortung übernehmen und erfolgreich Macht ausüben. Mit dieser umfangreichen Serie lebensgroßer Portraits wird diese geschichtlich relevante und weltweit besondere Situation gefeiert. Dabei wird eine unglaubliche Vielfalt weiblicher Lebensentwürfe, mit allen Spuren der errungenen Siege und Niederlagen, sichtbar. Die Authentizität der portraitierten Persönlichkeiten transportiert auch die nicht idealtypischen und nonkonformistische Merkmale. Sie beschreibt außerdem einen weiten Weg zwischen einer Vorstellung von Weiblichkeit und einer realisierten Weiblichkeit. Das Spannungsfeld zwischen gesellschaftlich geprägten Idealen und notwendiger Anpassung, zwischen privatem Glück und beruflichem Erfolg, zwischen Familie und Gesellschaft, findet sich in jedem einzelnen Porträt wieder. Es ist ein Ausdruck dieser weiblichen Bemühungen. Diese Gesichter mit all ihrem Charisma, ihrer Emotionalität, ihrer wahrhaftigen Schönheit werden verewigt und anschaulich in diesen Portraits. Sie drücken das Selbstbewusstsein und die Selbstbestimmung aus, den Mut, sich zu zeigen, Verantwortung zu übernehmen, machtvoll und dabei fehlbar zu sein. Sie sind zart und verletzlich, ebenso kraftvoll und unangepasst. Unspektakulär sitzen die meisten in gleicher Pose, aber jedes Portrait erzählt dabei eine völlig andere Geschichte. Durch das Format der Bilder, die Lebensgröße der dargestellten Frauen, entsteht Präsenz. Die große Zahl der Bilder, verstärkt dies noch und es entstehen Beziehungen untereinander, ein Netzwerk, eine großartige europäische Vorstellung von Weiblichkeit.
In den geplanten Ausstellungen werden Frauen aus vielen europäischen Ländern miteinander zu sehen sein. Sie werden sich kennenlernen und gemeinsam Inspiration erfahren. Sie werden die Wahrnehmung füreinander schärfen können und die Außenwirkung überprüfen können. Sie werden sich ihrer Vielfalt bewusster werden können. Sie werden sich wiedererkennen oder ablehnen. Sie werden sich auf jeden Fall in Beziehung setzen. Und sie werden gewiss für Aufregung sorgen. Sie werden gefeiert. Diese Sammlung von Portraits soll ein geschichtliches Dokument werden, ein Speicher weiblicher Möglichkeit und Vollendung. Sie bezieht sich bewusst auf die traditionelle europäische Portraitsmalerei, aus der Frauen, als Malerinnen, über die Jahrhunderte weitgehend ausgeschlossen waren. Ein großer Bogen spannt sich zwischen der Identität Europas und der Identität der europäischen Frauen.

Europa ist viel mehr als die Summe der Nationalstaaten, denn es hat eine gemeinsame Geschichte, eine gemeinsame Kulturgeschichte. Wo liegen die Wurzeln und welche Pfade führen in die heutige Zeit und in den heutigen Diskurs? Dazu liefert die Ausstellungstournee ‚100 Jahre – 100 Frauen’ eine Plattform. Es geht um den inneren Zustand des Kontinents und welches Bild Europa nach außen vermittelt und dies am Beispiel der Themen Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit.
Die Ausstellungstournee durch europäische Städte mit großformatigen Werken der Malerin ANTOINETTE soll den Kern einer Veranstaltungsreihe bilden, in deren Begleitprogramm über das Gestern, das Heute und das Morgen nachgedacht und diskutiert wird.
Die „gestaltete Figur“ in der bildenden Kunst ist in Europa über alle Jahrhunderte ein Transportmittel wichtiger Überlebensbotschaften gewesen. Dabei wurde sie immer wieder neu, individuell und zeitbezogen interpretiert. Europa besitzt wundervolle Zeugnisse seiner kulturellen Leistungen. Zeichen von großartiger Schönheit, die aus tiefer Verzweiflung und großem Schmerz geboren worden sind. Bildhauer, Maler und Architekten haben den Gegenständen, den Häusern, Palästen und Gärten, den Skulpturen und Bildern eine Prägung gegeben, an deren Formsprache sich bis heute weltweit das suchende Maß für Schönheit orientiert. Das ist auch das Ergebnis großer, jahrhundertealter Auseinandersetzungen, von vielen Kriegen, Machtkämpfen und Ausbeutung. Auch sie haben die andere, die schöne Seite Europas erschaffen. Durch Überfluss und Reichtum hat sich eine großartige Kultur- und Kunstlandschaft entwickelt, viele Spuren dieses Ringens um wahrhaftige Kunst sind sichtbar hinterlassen, Spuren, die tief in unserem kollektiven Bewusstsein verankert sind.

Projektstand

Nachdem derzeitigen Stand werden fünf Ausstellungen vom November 2018 bis zum Januar 2019 parallel stattfinden. Wien, Berlin, Prag, Görlitz und Leipzig sind potentielle Orte zu denen es bereits Vorschläge zu Ausstellungsorten gibt. Wir werden hierzu pro Ort etwa 15-25 originale Arbeiten ausstellen und je nach der Ausstellungsfläche hochwertigste, 1:1 Reproduktionen aufhängen. Wer alle Originale sehen will, kann durch Europa zu den einzelnen Orten reisen.

Die Portraits werden durch Begleittexte zu den dargestellten Frauen beschrieben. Es ist geplant, die Frauen zu interviewen und diese Audio-Dateien über eine App den BesucherInnen zur Verfügung zu stellen. Die Kombination aus visueller Wahrnehmung und den gehörten Statements wird sehr eindrucksvoll sein.

Ein umfangreiches Begleitprogramm aus Vorträgen, Lesungen, Diskussionsforen und Workshops können im Rahmen der Ausstellungen stattfinden. Die Ausstellungen bilden den Rahmen, die Plattform und Akteure und Institutionen vor Ort in den jeweiligen Städten werden eingeladen dort ihre Veranstaltungen zum Thema Wahlrechtsjubiläum, Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit durchzuführen.

Als Schirmherrin für Österreich haben wir die langjährige Vorsitzende des Österreichischen Frauenrates und Ehefrau des Bundespräsidenten a.D. Frau Margit Fischer gewinnen können. In Deutschland haben wir den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier anfragt. Für die Niederlande ist Königin Maxima angefragt.

Im Januar 2018 entstehen die noch fehlenden Portraits in Wien. Im Februar und März 2018 wird dann in Paris gearbeitet. Für April und Mai planen wir einen Aufenthalt in Griechenland. Im Juli und August werden die polnischen Portraits in Görlitz/Zgorgelec gemalt und im September und Oktober wird in Prag gearbeitet. Die international preisgekrönte Filmemacherin Marie Noelle begleitet die Entstehung der Arbeiten und wird hieraus einen Dokumentarfilm erstellen.

Im Rahmen einer Kooperation mit der BMW AG hatte ANTOINETTE am 21.9.17 eine Projektpräsentation während eines Tageskongresses zum Thema Diversity in der BMW-Welt in München. ANTOINETTE hat dort live gemalt und ihr Projekt den etwa 500 Entscheiderinnen aus Wirtschaft und Politik vorstellen können.

In Woche vom 19.3.18 bis 23.3.18 wird ANTOINETTE auf Einladung im Foyer des EU-Parlaments in Brüssel mit einer Ausstellung bereits fertiger Portraits und einer Projektpräsentation sein. Die Ausstellungsfläche ist sehr prominent, weil dort die Interviews mir den PolitikerInnen geführt werden.

An diesem Projekt arbeiten schon jetzt einflussreiche Frauen aus ganz Europa. Diese Netzwerkarbeit bleibt nicht unentdeckt. So wurde ANTOINETTE 2017 als erste und einzige Künstlerin für den Award „Die 75 einflussreichsten Frauen der Deutschen Wirtschaft“ vom Manager Magazin nominiert.

Projekt-Webseite und soziale Medien

Seit Januar 2017 hat das Projekt einen eigenen Webauftritt, auf dem man sich nicht nur über die Idee, die Künstlerin, die bereits fertigen Portraits und deren Entstehungsgeschichte informieren kann. Die Seite wird auch die Basis für die Dokumentation der Ausstellungen bieten.

Bereits seit Juli 2015 hat das Projekt eine eigene Facebookseite. Zunächst als interne Kommunikationsplattform gestartet beträgt die organisch gewachsene Reichweite mittlerweile 1.627 Abonnenten weltweit. Ein Wert, der für ein Projekt der Bildenden Kunst als äußerst erfolgreich gelten kann. Hier werden immer wieder neue und aktuelle Arbeiten von ANTOINETTE veröffentlicht. Außerdem wird über laufende und geplante Ausstellungen berichtet: ANTOINETTE bei Facebook

Die bildende Kunst als Medium der Kommunikation

Die bildende Kunst in Europa hat eine jahrhundertealte Tradition in der Darstellung der menschlichen Figur und damit eine besondere Beziehung zum Portrait. Zunächst wurde die Darstellung des Menschen, vorwiegend im Auftrag der Kirche und der weltlichen Herrscher, als die Vorstellung des Göttlichen in einer Figur beschrieben. In den Anfängen der Malerei spiegelte das künstlerische Können, die Fähigkeit zur Abstraktion und zur Interpretation den Stand der kulturellen Entwicklung der Zeit wider. In der Renaissance kam es dann zu einer Revolution. Neben den traditionellen Förderern der Künste wurde der wohlhabende Bürger zum Auftraggeber. Das individuell persönliche Antlitz des Menschen wurde der Vergänglichkeit entrissen. Das persönliche Befinden wurde analysiert und dokumentiert und somit die Selbstbewusstwerdung einer größeren Gruppe der Bevölkerung gestaltet. All das war zum ersten Mal in der Geschichte der europäischen Kultur eine Aufgabe der bildenden Kunst geworden. Danach wurde die „gestaltete Figur“ über viele Jahrhunderte hinweg immer wieder neu erfunden. Ihre Verortung im Raum, im Licht und in der Perspektive immer wieder neu definiert und untersucht. Der Antrieb war immer auch der Wunsch nach der Übermittlung generationenübergreifender Botschaften, nach tiefer Sinnsuche und nach wahrhaftiger Kommunikation jenseits aller Irrungen und Endlichkeiten. Jeder Künstler suchte nach dem ultimativen Ausdruck, nach der ultimativen Form in seiner Zeit. Es gab Abhängigkeiten und Verbindungen zu den jeweiligen Erkenntnissen in Wissenschaft und Politik. Im Netz der sozialen Verbindungen war und ist Kunst bis heute eine Botschafterin. Die Malerei, insbesondere die Portraitmalerei, ist ein Seismograph des Befindens. Auf diese Weise ist in Europa ein einzigartiges Archiv entstanden, dass Auskunft darüber gibt, welchen Stand der geistigen und emotionalen Wahrnehmung die Menschen zu ihrer Zeit hatten. Die Kunst ist damit auch ein Archiv der Emotionalität. Sie ist der Ausdruck für das Bemühen um die verschiedenen Ebenen der Kommunikation. Einer Kommunikation deren Basis die ethischen Werte sind.

Die Künstlerin

Die Bilder von ANTOINETTE berühren, polarisieren, machen betroffen, sind wegen ihrer Gegenständlichkeit konkret, erzählen Geschichten und schaffen ungewohnte Perspektiven. Deshalb sind sie der ideale Einstieg in die gesellschaftliche Diskussion über die europäische Identität und die Zukunft der Gesellschaft auf unserem Kontinent. Die Szenen und Geschichten sind bewusst nicht zu Ende erzählt. Sie lassen Raum für Interpretation, für die individuelle Sicht auf die alltäglichen und großen Themen in unserer Zeit.
ANTOINETTE liefert hierzu ihre inneren Bilder, die als Reflexionen und Feedbacks auf den Zustand unserer Gesellschaft verstanden werden sollen. Mythologische Elemente spannen den Bogen zu den Anfängen unserer gemeinsamen Herkunft auf diesem Kontinent Europa. Sie stellt sich den Traditionen europäischer Malerei, um auf dieses kulturhistorische Erbe zu verweisen. Sie begreift Kunst als Kommunikation zwischen Generationen und über alle Sprachbarrieren der Ländergrenzen hinweg.
Die Malerin ist eine Vertreterin der „Leipziger Schule“. Ihre Bilder und ihre Bildsprache stehen in der Tradition ihrer Lehrer Heisig, Mattheuer und Tübke.
Ihre Ausbildung zur Portraitmalerin bei ihrem Meistervater Bernhard Heisig (dessen Portrait von Helmut Schmidt im Bundeskanzleramt ausgestellt ist), sind die Grundlage für umfangreiche Portraitserien, die in letzten Jahren entstanden sind. Dazu zählt das „Berliner Sittengemälde“, dass 2003 mit großem Erfolg in Berlin und dann in Washington D.C. und New York ausgestellt wurde. Man kann ANTOINETTE deshalb zu den bekanntesten Portraitmalerinnen unserer Zeit zählen.
Ihre Werke sind an vielen öffentlichen Plätzen zu sehen. So hängt ein Portrait von Antje Vollmer im Deutschen Bundestag. Ihre Arbeiten als Bildhauerin sind nicht minder erfolgreich. Eine Büste von Egon Bahr ziert sein Ehrengrab und eine Plastik von Hanna-Renate Laurien steht im Berliner Abgeordnetenhaus.

Seit der deutschen Wiedervereinigung setzt sich ANTOINETTE künstlerisch mit der kulturellen Identität unseres europäischen Kontinents auseinander. Dabei ist ein umfangreiches Werk entstanden, das in seinen Inhalten an Tagesaktualität nicht zu überbieten ist.